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Segeltörn im September 1999 auf den Seychellen

Nach der Landung am 18.9.1999 südlich von Victoria,  transportierte uns ein Kleinbustaxi, das wir vor Reiseantritt gebucht hatten, ca. 10 km nach Norden in den Yachthafen von Victoria. Dem Taxifahrer brauchst Du nur das Ziel YACHT-CLUB Marine Charter Association zu nennen. Es gibt nur einen langen Steg, an dem die Charteryachten liegen.

Unsere NAUTITECH 475 ist ein Katamaran der VPM Basis. Da wir am Samstag um 7:05 Uhr landeten, war es nur gut, dass nach der Ankunft im Charterbüro eine Gruppe sofort Einkaufen ging. Die Supermärkte sind klein und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Oder noch besser, Ihr geht 10 Minuten vom Hafen entfernt auf den Markt in Victoria, der um 5:30 Uhr öffnet  und am Samstag um 12:00 Uhr schließt, frisches Gemüse und Obst kaufen. Getränke und die Grundausstattung für die Pantry wurde vor Reiseantritt beim Vercharterer bestellt und prompt an diesem Morgen geliefert. Die zweite Gruppe beginnt mit der Schiffsübergabe.

Ein ausführliches Briefing von ca. 3 Stunden war sehr informativ, was Ankerplätze, Kosten und Sehenswürdigkeiten anging. An dieser Stelle den Mitarbeiter der VPM Basis ein besonderes Lob.

Ein wichtiges Augenmerk ist auf das Beiboot zu werfen. Da es fast bei jedem Landgang benötigt wird, muss der Motor gut laufen! Genügend Flickzeug mitnehmen!

Seekarten sind ausreichend vorhanden und müssen nicht von Zuhause mitgebracht werden. Allerdings ist meiner Meinung nach eine gute Törnvorbereitung ohne Kartenmaterial nicht möglich und ich trage doch einige wichtige Punkte in die Karte ein, die ich dann mit zum Törn nehme. Wichtig! Laßt Euch eine Gezeitentabelle geben. Ebbe und Flut sind hier nicht zu vernachlässigen, gerade wenn man für längere Zeit an Land geht. Generell gab es keine Beanstandungen beim Checkin, so dass es schnell zum gemütlichen Teil des Tages überging.

Am Nachmittag sind wir nicht mehr ausgelaufen, obwohl die schlecht riechende Fischfabrik gegenüber nicht gerade zum Bleiben animierte. Abends ging es ins " Pirates Arms Restaurant", das man in wenigen Minuten zu Fuß erreichen kann. Es ist seit Jahrzehnten Treffpunkt der jungen Leute und der Touristen im Stadtzentrum von Victoria.

Sonntag, den 19.9.1999 (Ste.Anne)
Nachdem kleine Reparaturen doch noch durchgeführt wurden, hieß es dann "Leinen los" in Richtung Sainte Anne Marine National Park. Die Entfernung zu unserem Ankerplatz beträgt nur 3 Seemeilen. Nach der Ausfahrt vom Yachthafen hält man sich auf der Backbordseite zunächst an den Spieren und danach an den grünen Spitztonnen des Fahrwassers und ändert in Höhe von Sainte Anne den Kurs in Richtung Nationalpark.

Da man die Insel nicht betreten darf, ist für den Abend Selbstverpflegung angesagt. Schnorcheln ist am Strand von Sainte Anne erlaubt. Kosten für die Übernachtung: 50 Rupies pro Person und Schiff. Übrigens der einzigste Ort, an dem wir den Ankerplatz zahlen mussten. Die Einnahmen werden für die Erhaltung des Nationalparks verwendet. Das erzählte uns jedenfalls der Ranger aus diesem Gebiet. Wer Rupies sparen will, der sollte Ankerplätze ausserhalb der Nationalparks aufsuchen. Dies gilt generell für die Seychellen. Der Park wurde 1973 unter Naturschutz gestellt. Zu diesem Gebiet gehören 5 Inseln : Ste. Anne, Cerf, Moyenne, Round und Long Island. Bei ruhigem Wetter ein schöner Platz zum Entspannen. Zu beachten ist, dass im Gebiet der Nationalparks das Fischen nicht erlaubt ist. Ein weiterer Hinweis für Schnorchler und Schwimmer: Bei einsetzender Ebbe kann es zu sehr starken Strömungen um die Inseln kommen. Also aufgepasst.

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Montag, den 20.9.1999 ( ANSE LAZIO )
Sollte der Wind nicht gerade aus Nord- oder Nordwest wehen, dann segelt nach Praslin in den Nordwestteil der Insel ANSE LAZIO. Genau diese Route führt uns an kleinen Inseln, wie z. B. die Trompeuse Rock's vorbei . Schnorcheln lohnt sich in jedem Fall. Schwärme von Thunfischen sind nicht selten. Nachdem wir wieder Kurs auf Anse Lazio hielten, bringt eines der Crewmitglieder die Angel aus. Bei voller Fahrt unter Maschine glaubt keiner daran, einen Fisch zu fangen. Doch es sollte nicht lange dauern, bis der erste Thuner am Haken hängt. Spätestens jetzt sind alle in Aktion und als der Zweite gefangen wird, denkt Herbi, unser "VERSORGER" und Koch, laut darüber nach, welches Gericht heute Abend in der Pantry zubereitet wird.

Gegen 16:00 Uhr fällt der Anker in der Bucht von ANSE LAZIO. Laut Reiseführer eine der schönsten Buchten Praslin's, was ich nur bestätigen kann. Ein kleines Restaurant und Abfalltonnen gibt es an Land. Man liegt gut am östlichen Teil der Bucht, direkt an einem kleinen Sandstrand. Eine zusätzliche Leine, die wir an Land ausbringen, verhinderte das Schwojen und so liegen wir wie im Paradies.


Dienstag, den 21.9.1999 ( ANSE VOLBERT )
An diesem Tag wollen wir der Insel Curieuse einen Besuch abstatten. Unser Kurs führt uns durch die Bai de Curieuse dem National Park. In der Laraie Bay , im Osten Curieuse gefällt es uns nicht besonders und wir laufen den Süden Anse St. Jose an.
Den Nachmittag verbringen wir vor Anker, teils auf dem Boot, teils an Land. Es gibt eine Schildkrötenfarm und schöne Wanderwege. Navigatorisch kein Problem. Kleine Untiefen kann man rechtzeitig ausmachen ( Sandgrund ). Der Anker hält schlecht, aus diesem Grund würde ich eine Übernachtung an dieser Stelle nicht bevorzugen. Am späten Nachmittag steckten wir Kurs auf die ANSE VOLBERT. Obwohl diese Bucht uns bei VPM nicht empfohlen wurde, gingen wir westlich der kleinen Insel "Chauve Soris Island" weit draußen vor Anker. Der größte Teil der Crewmitglieder packt die Flossen aus und schwimmt in Richtung Paradise Hotel. Die Bucht ist sehr flach und die Gezeiten machen sich bemerkbar. Eine Reservierung im Restaurant schlägt fehl und so sind wir am Abend mit dem Dinghi in die Pizzeria nebenan gefahren. Das Essen war gut. Der Rückweg macht dann ein paar Probleme, denn inzwischen ist Ebbe und das Dinghi musste erst mal getragen werden.


 

 

 

 

 

 

 

 

ANSE LAZIO