122 Seemeilen zwischen
Dubrovnik und Korcula

 

Im Oktober 2006 ging es los. Von Frankfurt sehr früh mit dem Flug OU419 nach Kroatien zum Flughafen Dubrovnik. Die Maschine hatte 1 Stunde Verspätung. Aber das ist ja in Frankfurt keine Seltenheit. Wir vier waren in Urlaubsstimmung, und eine kleine Verzögerung konnte uns die gute Laune nicht verderben.

„Wir“ Rolf, Christian, Jürgen und ich (Wolfgang) segeln seit 1992 regelmäßig einmal im Jahr im Mittelmeerraum. Uns hat die Segelei und vor allem die Entspannung auf dem und im Wasser gepackt. In Buchten zu liegen und von Jürgen, unserem Koch, verwöhnt zu werden, ist zusammen mit einem Sonnenuntergang einfach genial.

 

Zurück zu unserem Törn vom 1. bis zum 8. Okt. 2006

Wir setzten mit unserer Maschine so gegen 12:00 Uhr auf kroatischem Grund in Dubrovnik auf. Die Abfertigung verlief wie immer recht schnell. Unser Transfer, von Euromarine organisiert, hatte schon auf uns gewartet und stand in der ersten Reihe, um uns zu empfangen. Schnell noch Euros in Kunos tauschen und die 25 Minuten Fahrt zur ACI Marina konnte losgehen. Das Wetter war wie erwartet super. Sonne, wolkenlos, ein leichter Wind. Genau das, was wir suchen. Als wir bei Euromarine ankamen ging alles sehr schnell. Das ist bei dieser kurzen Flugzeit und bei einer Woche Urlaub schon ein großer Vorteil. Keine lange Anreise.

Nach den Formalitäten an der Basis ging es dann zum Steg (E), ziemlich am Ende der Marina, an dem auch Yachten von Sun Sail lagen. Unsere Yacht war eine Sun Odyssey 43 (4 Kabinen) Baujahr 2003. Diesen Luxus leisten wir uns seit ein paar Jahren. Jeder hat seine eigene Kabine, und Ich denke, das ist auch gut so. Wer diese Heringsstellung zu zweit in der Kabine in der Nacht kennt, weiß von was ich rede.

So, jetzt erstmal verschnaufen! Der Check-in ging sehr rasch, und wir konnten unsere Klamotten und die mitgebrachte Technik verstauen. Navigation am Laptop mit den entsprechenden Karten, für mich unentbehrlich. Sagen wir so. Man hat sich daran gewöhnt. Allerdings wird nie die Navigation am Kartentisch vernachlässigen.

Am Sonntag Nachmittag waren wir dann soweit und sind mit dem Stadtbus in die Altstadt Dubrovnik gefahren. Die Busse fahren im 20 Minuten Takt, also kein Problem und vor allem keine Verspätung. In der Altstadt war am Sonntag ein reges Treiben. Aber irgendwie gehörte das zum Flair der Nachmittagsstimmung.

 

Die Altstadt :

Die Altstadt Dubrovnik gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Abseits der Hauptstrassen mit ihren zahlreichen Cafes und Restaurants findet man jedoch viele ruhige kleine Gassen, wo man nicht an jeder Ecke von den Häschern der Restaurants verfolgt wird. Es lohnt sich aber, auch auf den üblichen Wegen des Tourismus zu bleiben Einen Rundgang auf der Stadtmauer sollte man sich nicht entgehen lassen, auch wenn der nicht ganz umsonst ist. Dabei entdeckt man auch die kleine Bar, die auf der südwestlichen Seite der Stadt vor der Mauer in den Felsen gebaut und nur über eine kleine Pforte in der Stadtmauer zu erreichen ist. Hier lässt sich abends bei einem Drink der Sonnenuntergang genießen. Allerdings wird die Idylle durch recht laute Musik gestört.

Der alte Stadthafen an der Süd-Ost-Seite der Altstadt darf von Yachten nicht befahren und genutzt werden. Dort liegen die Boote der einheimischen Fischer.

Nachdem wir uns durch die Gassen bewegt hatten, kam doch der erste Hunger auf. Wir ließen uns in einem der zahlreichen Restaurants nieder. Christian und ich teilen uns eine Fischplatte. Die war lecker, aber die Fische sind hier auch kleiner geworden. Dafür gehen die Preise nach oben. Nach ein paar Bier und Wein ging es zurück zur ACI Marina. An der Segelyacht angekommen, packte Jürgen zwei seiner wohl behüteten Zigarren aus, die er genüsslich mit Christian an Deck rauchte. Nach einem kleinen Absacker waren wir müde, genug, um in die Kojen zu kriechen.

 

 

 

Montag, 2. Oktober 2006 (ACI Marina Dubrovnik – Sipan Luka 16,32 sm)

 

Unser Marathonläufer Rolf war, wie fast an jedem Tag, früh unterwegs, um im Training zu beleiben. Uns drei gefiel das, denn Rolf als Späher hat dabei die Gegend erkunden können, in die wir ja nicht kamen.

Der Rest der Crew wurde dann nach und nach wach. Mit dem Kaffee am Morgen hatte das nie so richtig geklappt. Nachdem auch die Kanne defekt und kein Filterpapier zu finden war, hatten wir uns teilweise auf Tee geeinigt. Unseren Kühlschrank, den wir vergessen hatten einzuschalten, wurde schnellstens in Gang gesetzt.

 

Die Sonne schien und alle waren bei bester Laune um endlich abzulegen. Wasservorrat prüfen, noch mal bunkern, Gas abstellen und die gewohnten Tätigkeiten vor dem Ablegen ausführen. Ich hatte den Raymarine Plotter in Gang gesetzt. Das war das erste Mal, dass wir so ein Teil an Bord hatten. Jetzt konnte meiner Technik nichts mehr passieren. Alles doppelt ausgelegt. Notebook läuft und zeigt wie erwartet unsere Position auf der digitalen Karte an.

In aller Ruhe und mit einem leisen Tuckern verließen wir um 9:45 Uhr die Marina in Richtung der gigantischen Brücke am Ende des Kanals.

 

Wir hatten uns keine feste Route gesetzt, wie sonst auf unseren Törns. Es sollte einfach nach dem Wind und irgendwie nach Norden gehen. Kaum hatten wir die Brücke hinter uns gelassen, setzten wir bei wenig Wind schon mal das Groß und kurz darauf auch die Fock. Mit leiser Fahrt durchs Wasser lassen wir die Insel Kolocept auf Backbord. Mit Kurs 290 mgk treibt uns der Wind zur Nordseite der Insel Lopud. Nachdem wir mit Mühe unser Groß in den Mast gerollt hatten, trieb dann unsere Maschine die Yacht in die Bucht. Es war 13:00 Uhr, als wir den Acker ausbrachten und uns ins Meer stürzten. Das ging wie auf Kommando. Außer unserem Koch Jürgen, der noch nicht richtig wusste, ob das kalte Nass ihm schaden könnte. Nachdem wir aus dem Meer stiegen, erwartete uns ein kleiner Tunfischsalat aus Jürgen’s Pantry. Einfach genial!

Wir diskutierten dann über unser Groß-Segel und kamen zu dem Entschluss, bitte nie wieder ein Groß, das in den Mast gerefft wird. Segelfläche zu klein, nicht gelattet, was man an der maximalen laufenden Höhe spürt und im Notfall nicht geborgen bekommt, weil eine Leine in der Schnecke klemmt. Brauchen wir nicht!

Um 14:30 Uhr verlassen wir die Bucht und segeln westlich entlang der Insel Sipan bis zur kleinen engen Passage nach Luka.

Die Insel Šipan zählt zu den Elafitischen Inseln und wird auch als die goldene Insel bezeichnet. Die Inselgruppe der Elafiten erstreckt sich nahe der Küstenlinie zwischen Dubrovnik und der Halbinsel Pelješac. Die Insel ist mit Macchia, Aleppokiefern, Pinien und Palmen bewachsen. Zudem gibt es landwirtschaftliche Nutzung in Form von Olivenhainen und kleinen Weinbergen.

 

Bevor wir an dem kleinen Anleger festmachen, sehen wir uns noch die südlich gelegene Bucht für den nächsten Morgen an.

Um 16:40 Uhr brachten wir den Anker etwa 20 m vor der Hafenmauer aus und gingen achtern aus an die Pier. Die Kette hatte gerade ausgereicht. Fest gemacht und „ready“ für den Landgang. Position ( 42° 43,705’N 17° 51,707’E )

Ein kleiner Ort, den wir nach einem Begrüßungsschluck an der Pier besichtigen. Es gibt 2 schöne Restaurants weiter im Ortskern gelegen. Aber auch im Restaurant an der Pier, an dem wir den Abend mit einem Gitarrenspieler verbrachten, gab es viel Spaß, und es wurde spät.

 

Dienstag, 3. Oktober 2006 (Sipan Luka – Polace 24,36 sm)

 

Und da war er wieder. Ein Hauch am frühen Morgen. Rolf trabt in seiner leichten Sportsware über die Insel.

Bis alle dann doch aus der Koje kamen, war Rolf längst zurück. Gegenüber, in einem kleinen Markt, der gerade geöffnet hatte, kaufte ich Olivenöl und Brot. Halb noch im Schlaf und ohne einen Kaffee legten wir ab und ankerten, nicht nur für die Körperpflege, in der Bucht gegenüber. Ich kann diese Bucht nur jedem Segler empfehlen. Wenn man auf die Einfahrt am Abend hinaussieht und den Sonnenuntergang genießt, erkennt man die Weite der imposanten Landschaft.

So gegen 10 Uhr, nach einem guten Frühstück und einer Runde Schwimmen, verließen wir Luka in Richtung der Insel Mljet. Wir hatten Segel gesetzt und gingen zunächst durch die Passage zwischen Olipa und Jaklja. Dann Kurs 270. Eine Seemeile nach der Passage schlief der Wind ein. Es geht weiter unter Maschine zur Bucht von Sobra. Schnell hatten wir bemerkt, dass diese Bucht nicht zum Ankern geeignet ist. Selbst wenn man sich weit nach Osten in die Bucht verlegt ( Leuchtfeuer bei Badakj), ist die Umgebung nicht gerade sehenswert. Ein Anleger für eine Fähre und eine Tankstelle säumen den kleinen Ankerplatz. Außerdem muss man beim Ankern auf das Ankerverbotsschild achten, das am Anfang der Einfahrt steht.

Für ein kleines Mittagessen hat der Platz jedoch ausgereicht. Gegen 14:00 Uhr verlassen wir Sobra, um nach Nord-West in den Nationalpark von Polace zu segeln. Der Wind hatte zugenommen und mit einem raumen Kurs ging es an der Insel Mljet entlang bis zur ersten Einfahrt vor der Insel Kobrava Position: 42° 47,257N 17° 26,308E. Südlich davon, das Leuchtfeuer. Durch diesen Kanal bis nach Polace zu fahren, ist grandios. Links und rechts bewaldete kleine Inseln. Uns ist das extreme Grün der Bäume und Sträucher aufgefallen.

Wir hatten die Segel geborgen und liefen unter Maschine langsam die 2,2 sm bis nach Polace.

Empfangen wurden wir von den Restaurantbesitzern durch Hochhalten der Muringleinen. Am langen Steg entlang kamen Sie wie auf Kommando aus den Häusern. Festmachen heißt, wir haben hiermit das Abendessen bestellt. Was es gibt, erfährst Du erst am Abend. Als Alternative hätten wir vor Anker gehen können. Aber eine starke Winddüse stand in der Bucht, so dass wir es vorgezogen hatten, eine Murring anzunehmen. Welche, war sowieso egal.

Es war inzwischen 16:30 Uhr. Christian, Rolf und ich sind um die Bucht in Richtung des Süßwassersees gelaufen. Eine herrliche Landschaft bot uns, als wir auf der Anhöhe ankamen.

Auf diesem Hügel befinden sich Reste einer spätantiken Festung. Nordwestlich des Orts entdeckt man Mauerreste einer frühchristlichen Basilika. Etwas weiter westlich liegt eine gut erhaltene Kirchenruine aus dem 5. Jh., deren Gesamtfläche im 6. Jh. durch den Anbau einer Memorialkapelle verdoppelt und im Mittelalter zusätzlich um eine Vorhalle erweitert wurde.

Als es anfing dunkler zu werden, bekamen wir auch schon wieder Hunger. Vor allem durch Jürgen, der ständig auf der Suche nach einem Stück Lamm war, das er selbst zubereiten wollte. An diesem Fleck keine Chance, obwohl es mit Sicherheit besser gewesen wäre, Jürgen hätte gekocht. Das hatte er dann auch, aber vor Wut über das schlechte Essen im Restaurant. Es war insgesamt miserabel. Selbst ein Lamm, das sich Rolf, Christian und ich teilen, war vor Fett kaum zu essen. Da hilft auch der Spruch nichts „Andere Länder andere Sitten!“

Auf jeden Fall musste das Fett durch Verdauungsschnäpse aufgelöst werden. Umso besser konnten wir dann auch schlafen.

 

Mittwoch, 4. Oktober 2006 (Polace – Korcula 17,65)

Meistens sind wir so gegen 8:30 Uhr aus den Kojen gekrochen. An diesem Morgen war es früher. Der Wetterbericht hatte Regen vorhergesagt. Doch noch fiel nichts Nasses vom Himmel. Der war aber schon bedeckt und ein kälterer Wind blies in unseren Niedergang. Eigentlich hätten wir noch Wasser bunkern müssen. Aber der Wasserhahn war abgestellt, und vom Personal des Restaurante war weit und breit nichts zu sehen. So entschlossen wir uns abzulegen, um in der nördlich gelegenen Bucht zu ankern, zu schwimmen und danach zu frühstücken.

 

Um 9:15 Uhr merkten wir, dass unser Anker nicht mehr hielt. Das war dann auch das Startzeichen um durch den westlich gelegenen Kanal in Richtung Korcula zu segeln.

Der Wind frischte weiter auf, und unsere Fahrt durchs Wasser erhöhte sich bei raumem Wind auf bis zu 7,5 Knoten. Kurs 310 mgk

Nach 12 sm erreichen wir bei recht hoher Welle die Süd-Ost Küste der Insel Korcula. Nachdem wir die Segel eingeholt hatten, ging es mit Motorkraft bei schlechter werdendem Wetter durch die kleine Inselwelt der Ostküste. Das Anlegen im Hafen von Korcula wurde bei starkem Seitenwind zum Problem. Mit vereinten Kräften haben wir unsere Sun Odyssey dann noch festgemacht.

Nachdem ich die Hafengebühr von 57,- € gezahlt hatte, sind wir durch die Stadt, entlang dem kleinen Markt zu den Restaurants gelaufen. Da wir schon zum zweiten Mal in Korcula waren, suchten wir das Fischrestaurant im Norden der Stadt und reservierten 4 Plätze für den Abend. Es begann zu regnen.

Wir haben in unserem kleinen Restaurant sehr gut gegessen. Auf dem Weg zurück zum Hafen goss es in Strömen. Auf dem glatten, glänzenden Pflaster der Altstadt lief das Wasser in einem Bach in den engen Gassen die Strasse herunter. Wir verkrochen uns schnell in unsere Koje.

Am nächsten Morgen hatte dann der Regen nachgelassen und das erste Blau war am Himmel zu sehen.

 

 

Donnerstag, 5. Oktober 2006 (Korcula – Okulje 31,8 sm)

Schon gegen 8:00 Uhr waren wir die Ersten am Kaffee und Tee kochen. Die Stimmung war gut, denn der Himmel schien sich nach unseren Vorstellungen und den Wettervorhersagen zu richten. Es sollte ein schöner Segeltag werden.

 

Um 9:50 Uhr lösten wir die Leinen und verließen den Yachthafen von Korcula. Der Wind hatte auf Süd gedreht und wir setzten die Segel in den Mljet. – Kanal. Nach ca. 15 sm drehte der Wind auf SO entlang der Insel Mljet. Das Kreuzen genau gegen den Wind haben wir bald aufgegeben. Also Maschine an und in Richtung der keinen Bucht Okulje auf Mljet; Position: 42° 43,574 N 17° 40,697 E. Die See hatte sich inzwischen beruhigt und bei leichter Fahrt kamen wir um 16:00 Uhr in der Bucht an. Schon in der Einfahrt hielten uns die Restaurantbesitzer die Muringleinen entgegen. Wir hatten beschlossen zu Ankern und in keinem der Restaurants unser Geld zu lassen. Wir waren die einzigsten Ankerlieger. Alle anderen Yachten hatten an den Stegen festgemacht und stürmten am Abend das Restaurant Mistral. Okulje ist eine wirklich schöne und vor allen Winden geschützte Bucht. Jürgen war wieder am Bruzzeln. Nach ein paar Gläsern Wein und einigen Diskussionen, fielen uns die Augen zu.

 

Freitag, 6. Oktober 2006 (Okulje – Zaton 19,9 sm)

Am Morgen ging es erst einmal eine Runde schwimmen. Die Luft hat sich in den letzten Stunden stark abgekühlt, was unseren Koch daran hinderte, ins Nass zu steigen. Nach dem Frühstück um 10:15 Uhr hieß es Anker auf und los. Wir hatten unseren Kurs in Richtung Insel Sipan SO Küste abgesteckt. Bei einem leichten SW-Wind kreuzten wir im Schmetterling den Mljet-Kanal. In der Bucht von Sudurad Position 42° 42,50 N 17° 55,17 E

ging es noch mal gegen 13 Uhr vor Anker. Etwas relaxen und die Sonne genießen war die Devise für diesen Nachmittag. Unser Tagesziel, die lang gezogene Bucht von Zaton, war nicht mehr weit. Bei ruhigem Wetter legen wir am Steg neben einer kleinen Fähre am Hafen von Zaton an. Nördlich vom Steg gibt es ein kleines Restaurant direkt am Wasser. Hier gönnen wir uns einen Anlegerschluck und genießen die Aussicht. Nach einem Spaziergang durch das kleine Städtchen geht es auf unsere Yacht zurück. Warum wir nicht an diesem Steg geblieben sind, wissen wir bis heute nicht. Nach dem Ablegen fanden wir nichts besseres und ankern schließlich ca. 400 m frei vor dem Anleger von Zaton. Ich hatte nicht erwartet, dass uns starke Fallwinde aus dem hohem Bergzug gegenüber zu schaffen machten sollte. Rolf und ich setzten spät am Abend dann doch noch einen zweiten Anker am Bug und ließen die Kette unseres Hauptankers bis zur Leine ausrauschen. Es war eine sehr unruhige Nacht. Die Yacht schlingerte wild hin und her.

 

 

Samstag, 7. Oktober 2006 (Zaton – ACI Marina Dubrovnik 12,36 sm)

So blitzartig wie die Fallwinde uns überrascht hatten, waren diese am nächsten Morgen wieder verschwunden. Die Sonne kam raus und um 9:15 Uhr hieß es Anker auf. Allerdings mussten wir zuerst noch den Britany Anker, den wir zusätzlich am Bug gesetzt hatten, einholen und in der Backskiste verstauen. Eine leichte Brise brachte uns nach einer halben Stunde in die südöstliche Bucht von Kolocept. Position 42° 40,15 N 18° 01,27 E. Sonnen, Schwimmen und Ruhen war die Devise bis gegen 12:30 Uhr. Der Wind hatte etwas zugenommen und so kreuzten wir zwischen Dubrovnik und Kolocept und sind dann in die ACI Marina eingelaufen. Kurz an die Tankstelle und dann an unseren Steg von Euromarine.

Der Checkout ging schnell und ohne Probleme. Wir hatten das Taxi zum Flughafen für den Sonntag Morgen um 4:30 Uhr bestellt. Dann entschlossen wir uns, nochmals mit dem Bus in die Altstadt zu fahren.

 

Sonntag, 8. Oktober 2006

Um 4:00 Uhr klingeln und summen mehrere Handy in den Kabinen. Aufstehen, es geht zum Flugplatz. Gut, dass wir alles schon gepackt hatten und so brauchten wir nur unser Gepäck zu schnappen und auf den großen Parkplatz am Eingang der Marina zu laufen. Pünktlich kam unser Fahrer und los ging es zum Flugplatz und dann mit der OU418 um 6:30 Uhr zurück nach Frankfurt.

 

Diese Woche war von der Jahreszeit her sehr angenehm. Wir hatten nur einen Tag Regen und relativ guten Wind und viel Sonne. Insgesamt 122 sm haben wir zurückgelegt. Das ist zwar nicht gerade viel, aber darauf kam es uns auch nicht an. Vielleicht geht es im nächsten Jahr weiter nördlich von Biograd in die Kornaten.